Ukulelen-Ratgeber


 Sich für den Kauf einer Ukulele zu entscheiden ist nicht schwer. Kompliziert wird es erst dann, wenn man sich für ein bestimmtes Modell entscheiden muss. Die Auswahl ist schier unendlich und man hat die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Arten, Größen, Marken, verschiedenen Hölzern und nicht zuletzt Dekors. Da kann einem schon mal schwindlig werden. Aber keine Sorge, bei nur einer Ukulele bleibt es in der Regel ohnehin nicht (dieses Phänomen nennt sich Ukulele Acquisition Syndrome und ja, das gibt es wirklich). Es gibt also keinen Grund sich beim Kauf der ersten Ukulelele allzu sehr stressen zu lassen.

 


Die Sopran-Ukulele ist die ursprüngliche und am meisten verbreitete Form der Ukulele. Sie klingt durch und durch nach Urlaub, ist die perfekte Begleiterin für unterwegs und bei Einsteigern und Profis gleichermaßen beliebt.



Die Konzert-Ukulele ist ein wenig größer als die Sopran und hat durch ihr längeres Griffbrett üblicherweise sechs Bünde mehr zur Verfügung. Ihr ebenfalls größerer Korpus sorgt für mehr Volumen und einen volleren Klang. Sie ist geeignet fürs Fingerpicking und anspruchsvollere Spieltechniken.



Die Tenor-Ukulele ist noch ein wenig größer als die Konzert und hat dadurch mehr Volumen und einen volleren Klang. Sie ist vor allem bei den Profis beliebt, da sie durch mehr Platz auf dem Griffbrett am Besten für Solos und herausfordernde Spieltechniken geeignet ist.



Die Bariton-Ukulele ist etwas Besonderes: Als größtes Modell der Ukulelen-Familie und auf „DGBE“ gestimmt, erinnert sie mit ihrem wunderbar vollen und tiefen Klang an die Gitarre. Gitarrenspieler haben es mit ihr besonders leicht, denn ihre Saiten entsprechen den untersten vier der Gitarre.



Bass-Ukulelen werden in der Stimmung E-A-D-G (der klassischen E-Bass-Stimmung also!) gespielt. Dicke Polyurethan- oder stahlumsponnene Saiten aus Kunststoff ermöglichen ein Agieren in der tonalen Range herkömmlicher Bässe. Das Spielgefühl dieser Saiten ist anfangs gewöhnungsbedürftig, doch der erstaunlich erwachsene Basston und die überraschten Gesichter im Publikum rechtfertigen die kurze Eingewöhnungszeit allemal!